Dienstag, 9. Oktober 2012

Rezept: Paprika-Gulasch

Kinder, es gibt nichts besseres als einen kühlen Herbst mit wärmendem Essen im Bauch zu genießen. Es gibt so ein paar Gerichte, die dafür einfach perfekt geeignet sind, und eins davon ist definitiv Gulasch! Gulasch habe ich schon immer geliebt, zumindest, wenn es gut zubereitet war. Ich habe ein bisschen rumprobieren müssen, bis ich das für mich perfekte Rezept gefunden habe, aber mittlerweile bin ich richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Vielleicht schmeckt es euch ja auch so gut wie mir - ran an den Kochtopf! 

Für 4-6 Portionen benötigt ihr:
  • 150g Sojawürfel (z.B. diese hier (klick mich!) - gibt es in Göttingen auch direkt im "Zeitgeist" zu kaufen!)
  • 1 TL Rauchsalz oder Gemüsebrühepulver
  • 6 EL Rapsöl (nicht kaltgepresst, sondern das günstige!)
  • 4 EL Sojasauce, dunkel
  • 2 mittelgroße oder große Zwiebeln
  • 2 Knollen asiatischen Knoblauch oder 8 Knoblauchzehen
  • 60g Tomatenmark (2 geh. EL)
  • 1 EL Paprikapulver, edelsüß (oder Hälfte rosenscharf, Hälfte edelsüß, wenn keine Kinder mitessen)
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 600ml Gemüsebrühe (oder 450ml Brühe und 150ml dunkles Bier, wenn keine Kinder mitessen)
  • 3 rote Paprikaschoten
  • 1-2 EL Agavendicksaft
  • Salz und frisch gemahlenen Pfeffer

  1. Die Sojawürfel mit dem Rauchsalz / Brühepulver bestreuen und mit 500ml kochendem Wasser übergießen. Gefäß abdecken und 20 Minuten quellen lassen.
  2. Unterdessen schonmal die Zwiebeln in Viertelringe oder grobe Würfel schneiden und den Knoblauch hacken.
  3. Die fertig gequollenen Sojawürfel gründlich ausdrücken!
  4. 4 EL Rapsöl in einem großen Topf erhitzen und die Sojawürfel bei etwa 2/3 der Maximalstufe braten. Nach etwa 5 Minuten auf 1/2 Maximalstufe herunterschalten. Die Würfel sollten nicht zu schnell bräunen, sondern auch noch ein bisschen Flüssigkeit loswerden. 
  5. Wenn sie rundherum angebräunt sind, mit der Sojasauce ablöschen, kurz die Flüssigkeit verdunsten lassen, aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.
  6. 2 EL Rapsöl in den nun wieder leeren Topf geben und die Zwiebeln und den Knoblauch bei geringer bis mittlerer Hitze darin dünsten lassen, bis die Zwiebeln glasig sind und etwas Farbe angenommen haben.
  7. Die Sojawürfel wieder mit in den Topf geben, das Tomatenmark, das Paprikapulver und den Kümmel unterrühren und alles kurz anrösten lassen.
  8. Mit der Brühe bzw. dem Brühe-Bier-Gemisch ablöschen. Kurz aufkochen, dann die Hitze auf niedrigste Stufe runterschalten, den Deckel auf den Topf setzen und alles 50 Minuten köcheln lassen.
  9. Die Paprika waschen, putzen und in etwa 2x2cm große Würfel schneiden. Nach den 50 Minuten Kochzeit zum Gulasch geben und weitere 15 Minuten köcheln.
  10. Mit Agavendicksaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Mindestens 12 Stunden ruhen lassen! Natürlich könnt ihr es auch gleich essen, aber es schmeckt so viel besser, wenn es durchziehen konnte!

Dazu passen Kartoffeln, Nudeln oder einfach ein deftiges frisches Brot und ein knackiger Feldsalat. Guten Appetit! 










Samstag, 29. September 2012

Aus der Versenkung...


... komme ich zurückgekrochen. Seit zwei Wochen nehme ich mir vor, ein Posting hier zu verfassen, aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen. Der liebe Kommentar einer Leserin hat mir nun den letzten Kick gegeben, den es brauchte, und "Tadaaaaa", hier bin ich wieder. ;-)

Der letzte Monat war furchtbar ereignisreich, nicht zuletzt, weil mein bester Freund seine holde Verlobte geehelicht hat und ich Trauzeugin sein durfte. Die Hochzeit fand im großen Stil statt, standesamtlich und kirchlich, mit vielen Gästen und dicker Sause nach der kirchlichen Trauung. 

Zu den üblichen Stressfaktoren, die man vor so einer Hochzeit hat ("WAS ZIEHE ICH NUR AN?!?") gesellten sich Geschenkfragen, Programmfragen und vor allen Dingen Deko- und Gaumenfragen, da mir die Verantwortung für die gewünschte Candy Bar übertragen wurde, zu der ich auch Gebäck beisteuern sollte. Ich war also in den zwei Wochen vor der Hochzeit viel mit Probebacken, Basteln und Shoppen beschäftigt. ;)

Letztlich entschied ich mich für gelingsichere Cupcakes nach Rezepten aus dem Hause Moskowitz / Romero (Hier entlang zum verdammt nochmal besten Cupcake-Buch der Welt!) und friemelte mir beim mehrfachen Probebacken leckere Cake Pops zusammen: Schoko-Haselnuss und Zitrone-Vanille. Ich befinde mich nun im nächsten Level meiner autodidaktischen Konditorlehre und steuere direkt auf die zuckerverklebte Weltherrschaft zu. Hurra!

Ich möchte natürlich auch ein Bild von den Leckereien posten. Uffjepasst!

Vorn: Lemon Macadamia Cupcakes
Links: Tiramisù Cupcakes
Rechts: Schoko-Kirsch Cupcakes

Die Candybar. Die Süßigkeiten waren nicht vegan, aber das meiste wurde schon im Vorfeld vom Brautpaar gekauft, ich habe nur noch dekoriert. :)
Vorn im Bild die Cake Pops!
(Originalbild © Andreas Gäbler http://dergrafiker.de/ , ich habe etwas daran rumgepfuscht)

Die Sachen kamen sehr gut an, zumal es eine recht große zeitliche Lücke zwischen der Trauung und der Eröffnung des Buffets gab - diese wurde buchstäblich mit Gebäck gestopft. ;) 

Eigentlich wollte ich ja auf der Hochzeit ganz viele Bilder machen, aber dazu kam es leider nicht, da ich mit tausend anderen Sachen beschäftigt war - nicht zuletzt mit dem Lütt, das an dem Tag einen Kasper gefrühstückt hatte und uns alle gut unterhielt (in der Kirche gab es furchtbar interessante Dinge zu sehen - und wie schön es hallt, wenn man darin laut redet! ;)). War ich froh, dass meine Eltern, mein Bruder und meine Schwägerin ebenfalls eingeladen waren und wir die kleine Neugierde nicht allein bespaßen mussten!

Da ich zum ersten Mal seit Jahren zuviel getrunken hatte, verbrachte ich die Tage nach der Hochzeit in einem Zustand verkaterten Selbstmitleids mit Hang zum übermäßigen Konsum salzreicher Nahrungsmittel. Man ist halt keine 20 mehr! Mittlerweile habe ich es aber wieder auf den Damm geschafft.

Da es jetzt auf den Winter zugeht und wir alle dafür ganz viel Speck brauchen, gibt es heute zum krönenden Abschluss noch ein Rezept für überhaupt nicht kalorienarme und überhaupt nicht gesunde (naja, bis auf die Nüsse) Nussecken. Ich habe vorgestern welche gebacken und dafür von der lieben Henriette ein Rezept zur Verfügung gestellt bekommen, das ich etwas modifiziert und vor allen Dingen in für alle verständliche Form gebracht habe. 

Leider hatte ich heute morgen nur noch eine Nussecke übrig, und das ist ausgerechnet die mit der lieblosesten Schokodeko. Trotzdem habe ich ein Bild gemacht, da müsst ihr jetzt durch. Tatsächlich mag ich weniger Schokolade an Nussecken lieber, und die muss noch gut verteilt sein und darf nicht nur an den Ecken hocken.
Man beachte die geringe Zeitspanne zwischen der Herstellung und der nahezu kompletten Vertilgung einer nicht unbedeutenden Menge dieser unfassbar guten Nussecken! Ich hatte natürlich Hilfe und habe einen Teil verschenkt, aber dennoch werden mein Ergometer und ich uns in nächster Zeit sehr nahe sein...


So, nun kommen wir aber zur Sache.



Verflucht leckere Nussecken

Für etwa 12-14 Stück benötigt ihr:

Teig:

  • 130g Alsan
  • 130g Rohrohrzucker
  • 1 EL Bourbon-Vanillezucker
  • 300g 550er Mehl
  • 1 Päckchen Weinstein-Backpulver 
  • 2 Eiersatz (z.B. 2 TL NoEgg, angerührt in 4 EL Wasser)
  • Aprikosenkonfitüre

Belag:


  • 150g Mandeln, gehackt*
  • 150g Haselnüsse, gemahlen*
  • 150g Rohrohrzucker
  • 120g Alsan
  • 3-4 Tropfen Buttervanille-Aroma (das von Dr. Oetker ist vegan)
  • 2-3 EL Wasser


 Zum Verzieren / Beziehen: 

  • ca. 150g Zartbitterkuvertüre oder -schokolade



  1. Den Backofen auf 175° vorheizen
  2. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Zucker vermengen, die Alsan in kleinen Stücken dazugeben. Alles kurz verkrümeln, dann den Eiersatz dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten (kann etwas dauern!). Falls der Teig auch nach 5 Minuten noch zu krümelig erscheint, nach und nach teelöffelweise kaltes Wasser dazugeben und immer wieder verkneten, um die Konsistenz zu überprüfen - er darf nicht zu feucht werden!
  3. Den Teig auf etwa 35x25cm auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausrollen (hilfreich ist ein Backrahmen, denn man dann darumstellt, so hat man gerade Kanten) und mit Aprikosenkonfitüre bestreichen.
  4. Für den Belag die Alsan mit dem Zucker, dem Wasser und dem Aroma in einem kleinen Topf zum Schmelzen bringen. Dann die Mandeln und Nüsse unterrühren.
  5. Die Nussmasse auf dem vorbereiteten Boden verteilen und alles im vorgeheizten Backofen ca 25-30 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen!
  6. Wenn das Backwerk kalt ist, wird es vorsichtig mit einem scharfen Messer in die gewünschte Form gebracht. Dreiecke, Rechtecke, Quadrate... egal! Schmeckt alles. ;)
  7. Die Kuvertüre / Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen. Die Nussteile nach Belieben darin eintauchen. Klassisch ist es, die Ecken des Dreiecks oder den Boden mit Schokolade zu umhüllen, aber da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. 
  8. Schokolade fest werden lassen und GENIESSEN!



*ich habe ganze Mandeln und ganze Haselnüsse genommen (je 150g und auf jeden Fall mit Haut!), sie in der Pfanne ohne Fett geröstet, bis die ganze Küche aromatisch roch und ich am liebsten in der Pfanne gebadet hätte. Dann habe ich sie abkühlen lassen und 150g der Mischung gemahlen, den Rest gehackt. Ich glaube, viel leckerer kann es nicht werden - so gute Nussecken habe ich wirklich noch nie gegessen!

"Nussecke sucht Hüfte zum Vergolden"









Mittwoch, 22. August 2012

Rezept: Aprikosen-Feigen-Kokos-Muffins, vollwertig und vollmundig!

Mir fehlt momentan leider ein bisschen die Zeit, um ausschweifend zu bloggen, der Alltag hat mich wieder. *seufz* Außerdem hatte ich sehr mit der plötzlichen Hitzeperiode zu kämpfen... ich bin da äußerst empfindlich, eigentlich kann ich bei Temperaturen über 30° nur noch auf dem Boden liegen und jammern. Außerdem schlafe ich wenig bis gar nicht. Und raus gehe ich auch nicht mehr. :D
Die Aussichten, dass es nochmal so heiß wird, sind jedoch anscheinend eher schlecht: Erleichterung macht sich breit!

Nebenbei sitze ich noch immer an der Entwicklung des perfekten veganen Sauerrahms - mein Mann ist Testesser und wird sicher mit dem ein oder anderen Kilo mehr auf den Rippen aus dieser Testphase gehen. ;) Ich halte euch auf dem Laufenden!

Da wir heute nachmittag zu Besuch bei lieben Menschen sind, die sehr kürzlich Geburtstag hatten, habe ich ein bisschen gebacken. Und zwar so Kram, den ich auch essen kann und will. Herausgekommen sind ein paar ganz köstliche und sehr saftige Muffins, vollwertig und leckerst - es folgt das Rezept!

Für 12 Muffins benötigt ihr:

  • 300g Dinkelvollkornmehl (möglichst ohne große Spelzenstücke, am besten das von Alnatura)
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Kokosflocken
  • 1 Msp. gemahlene Vanille
  • 300ml Wasser
  • 125g Agavendicksaft
  • 125g Rapsöl
  • 4 getrocknete Feigen, gehackt (am besten Soft-Feigen; uns schmecken die von Rossmann (Ener Bio) am besten)
  • 4-6 kleine Zuckeraprikosen
  1. Ein Muffinblech mit Förmchen vorbereiten und den Backofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und den Kokosflocken mit einem Schneebesen verrühren (so spart man sich das Sieben)
  3. Das Wasser mit dem Agavendicksaft, dem Öl und der Vanille verquirlen und die Mischung unter stetigem Rühren in die Mehlmischung schütten. Der Teig wird ziemlich flüssig, kein Grund zur Sorge!
  4. Die Aprikosen in Stückchen schneiden und zusammen mit den Feigen in den Teig geben und unterheben.
  5. Teig in die Muffinförmchen füllen (dürfen ruhig bis kurz unter dem Rand gefüllt sein) und etwa 20 Minuten lang backen. Zahnstochertest machen!
  6. Die Muffins 5 Minuten im Blech ruhen lassen und dann auf ein Gitter transferieren und komplett auskühlen lassen.
Guten Appetit! 




Mittwoch, 15. August 2012

Protestmampf

Da meine Eltern, die ja momentan noch bei uns zu Gast sind, heute Abend bei meinem Bruder weilen, wo Pizza bestellt wird, blieb uns, die wir zu Hause bleiben mussten, nichts anderes übrig, als selbst Protestpizza zu backen. Und dazu ein kühles Protestbier zu trinken. Und weil es so warm war, gab es am Nachmittag als Protest gegen die Hitze auch noch 2-Minuten-Erdbeereis. Lauter Protest-Kalorien!

Ich besitze ja eigentlich eine Eismaschine, aber wir sind miteinander nie richtig kalt warm geworden. Mir wurde das Eis nie fest genug, kristallisierte mir zu stark, dauerte zu lange oder sonstige Gründe. Ich weiß, mit genug Fett wird es cremig, aber manchmal möchte man auch einfach Eis ohne große Reue genießen. ;) Umso schöner, dass man mit dem OmniBlend in Nullkommanix supercremiges Eis herstellen kann. Schafft man sicher auch mit anderen Mixern, aber mit 3PS mixt es sich einfach schneller und besser, bilde ich mir ein. 
Also habe ich heute eine halbe Packung Soyatoo Rice Whip, die 2 Stunden im Tiefkühler gelegen hatte, mit 2 großen Tassen gefrorenen Erdbeeren und etwas Agavendicksaft in den OmniBlend geschmissen. Ein bisschen mit dem... wie heißt das stabähnliche Ding, mit dem man nachschiebt? Na, mit dem jedenfalls habe ich nachgeschoben, und es hat nicht lange gedauert, bis ein richtig cremiges, sündhaft schmeckendes Erdbeereis entstanden ist. 
Klappt im übrigen auch mit jeder anderen Masse, die man vorher zusammengemixt und eingefroren hat: Einfach aus dem Behälter lösen, grob hacken, in den Mixer schmeißen und schwupp hat man ein cremiges Eis. 



Auf die Pizza gab es den gestern erworbenen Teese, dem ich ja eine zweite Chance geben wollte. Weil ich dem Braten nicht traute, vermischte ich den grob geraspelten Teese vorsorglich mit Hefeflocken, Gewürzen und einem Schuss Sojamilch, damit würztechnisch ja nichts schiefgehen konnte. Und siehe da: Er war gar nicht mehr so gruselig wie beim ersten Mal! Die Pizza war sogar richtig lecker - allerdings schreibe ich das eher Boden und Belag zu. Immerhin hat der Teese den Geschmack nicht versaut und zog sogar ein paar Fäden. Fazit: Wenn man ein wenig nachwürzt, kann man das Zeug tatsächlich ganz gut essen. Allerdings ist es gesundheitlich gesehen eher in die Kategorie "zweifelhaft" einzuordnen, weshalb ich in Zukunft doch lieber auf Hefeschmelz und Co. zurückgreifen werde. Zumal der Preis mit ~5,50 Euro auch eher im höheren Preissegment anzusiedeln und für das Produkt nicht gerechtfertigt ist. Gereicht hat der Teese (wie gesagt gestreckt) für zwei große Pizzen (32cm Durchmesser).

Falls jemand von euch nicht weiß, wie ein richtig guter Pizzaboden gemacht wird, poste ich gern noch ein kurzes Rezept und ein paar Tipps.

Für eine Pizza mit 32cm Durchmesser benötigt ihr:

  • 300g 405er Mehl (an eine vernünftige Pizza gehört bei aller Vollwertliebe kein Vollkornmehl!)
  • 150ml lauwarmes Wasser
  • 1/4 Würfel Hefe (frische schmeckt einfach am besten)
  • 1 kleiner TL Salz
  1. Das Mehl mit dem Salz vermischen
  2. Die Hefe im Wasser auflösen und in einem Schwung zu Mehl geben
  3. Gründlich verkneten, bis ein glatter, weicher Teig entstanden ist
  4. 30-45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (nicht über 40°)
  5. Das Pizzablech leicht mit Öl bepinseln und mit etwas Mehl bestreuen. Den Teig ausrollen und in das Blech legen. 
  6. Nach Belieben belegen und bei 200° Ober- und Unterhitze ca. 13-15 Minuten backen (immer mal nachschauen, manche Pizzen brauchen z.B. länger)
Wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum hoch ist, ruhig 10ml weniger Wasser verwenden. Der Teig darf nach 5 Minuten Kneten nicht mehr an den Fingern kleben, aber auch nicht zu fest sein. 

Was ich wirklich dringend empfehle, ist ein richtig schweres Pizzablech aus Blaublech. Es ist eine verdammt gute Alternative zum Pizzastein, viel günstiger (gibt es für ca. 5 Euro) und lässt sich besser reinigen. Das Blech leitet die Wärme super, so wird die Pizza schnell durch und schmeckt viel eher so, wie man sie vom Italiener kennt. Total lecker! Wir benutzen seit vielen Jahren nichts anderes mehr. 

Ich backe die Pizza immer auf der höheren der beiden mittleren Schienen, so dass der Käseersatz gut durch wird bei der relativ geringen Backzeit, ohne dass der Boden zu trocken wird. Legendär! :)

Einen entspannten Sommerabend euch allen!

Jana

Oh, beinahe hätte ich die Bilder vergessen... *hüstel* 

Mit Auberginen, Champignons, Oliven und knusprig gebratenen Schnitzelstückchen

Mit Zwiebeln, Zucchini und Tofuwürstchen



Dienstag, 14. August 2012

Zeitgeist-Raubzug

Ich möchte euch von unserem heutigen Besuch im neuen Göttinger Laden "Zeitgeist - Leben ist kostbar" berichten. Wir haben vor nunmehr etwa 1,5 Monaten erfahren, dass am 1.8. (während unseres Urlaubs...) ein veganer Laden eröffnen wird, was uns verständlicherweise zu Freudenjubel veranlasste. Heute war es endlich soweit: Wir sind mit 2/3 der Familie und viel zu kleinen Taschen losgezogen, um uns mit veganen Köstlichkeiten einzudecken, die es sonst nur in Onlineshops gibt. 

Ich hatte ja schon vor ein paar Wochen die facebook-Seite des Ladens hier verlinkt, wiederhole mich aber gern: HIER entlang! Eine andere Webpräsenz hat der Shop leider (noch) nicht, ihr müsst also bei facebook angemeldet sein, um stöbern zu können. Es lohnt sich aber sehr, der Laden und die Produkte werden recht umfassend mit Bildern vorgestellt.

Eine Kamera hatte ich verständlicherweise zum Shoppen nicht dabei, so dass ich nur berichten kann. Der Laden ist klein, aber sehr ansprechend gestaltet. Es gibt einen kleinen Kühlbereich (der angesichts der kürzlichen Erweiterung der Produktpalette schon fast aus allen Nähten platzt :)), einige Regale mit Essentials wie TVP-Produkten ("Trockensoja"), Aufstrichen, Getreideprodukten und Pflanzenmilch und -produkten. Der Blickfang des Raumes ist definitiv das riesengroße ovale Schaufenster, durch das man von draußen direkt auf die geschmackvolle Auswahl veganer Schuhe blickt, gesäumt von zwei sehr gemütlichen Polsterstühlen. 
Auffällig ist, dass alles sehr hell gestaltet ist. Liebevolle Details wie die Kunstrasenplatte auf der Theke, die mit allerlei Schleich-"Nutztieren" in harmonischer Gesellschaft bevölkert wird, die niedlichen Kaninchenpostkarten für einen Euro oder die große Vase mit frischen Sonnenblumen lassen trotz des vielen Weiß' eine freundliche Atmosphäre aufkommen. 

Unser Lütt wollte am liebsten alle Schleichtiere mitnehmen und war ziemlich ungehalten, als wir ihm erklärten, dass er "nicht einmal" die Lämmchen einstecken darf. Trösten konnten wir ihn aber glücklicherweise mit einer der Kaninchenpostkarten, die er für den Rest des Nachmittags stolz an die Brust drückte. Das Kaninchen auf dem Foto heißt jetzt "Moppel" und wird morgen seinen Platz im nächstbesten Bilderrahmen beziehen, um fortan sein Kinderzimmer zu verschönern. ;) 

Nun aber zum Wesentlichen: Der Ausbeute. Ich habe lauter Sachen gekauft, die ich gar nicht wirklich brauchte, aber es war mir unmöglich, es nicht zu tun. Das Gefühl, in einem Laden theoretisch alles einpacken zu können, ohne die Zutatenliste zu studieren, war einfach der Knaller. Obwohl wir für gewöhnlich überhaupt keine Käse-Ersatzprodukte und kaum Süßkram kaufen, haben wir in der Hinsicht auch zugeschlagen. Aber seht selbst:

Zugegeben, den NoMuh und den Tofutti hat meine Mama gekauft, aber sie machen sich auf dem Bild so gut. ;) 

Ich freue mich schon auf ein Frühstück mit der weißen Streichschakalode - MMHHH! Die Frucht-Grizzlies kannte ich natürlich schon, aber ich liebe sie so sehr, dass ich einfach nicht dran vorbeigehen konnte. Die "Good Stuff" Fruchtgummis haben wir aus Interesse getestet, weil mein Liebster ein ziemlicher Skeptiker ist, was veganes Fruchtgummi betrifft. Meist sind sie ihm zu weich, zu zäh oder er hat sonst irgendwas auszusetzen. An denen hatte er aber fast gar nichts auszusetzen! Und ich auch nicht - ganz im Gegenteil: Die Pfirsich-Dinger ließen Kindheitserinnerungen aufleben, denn als Kind liebte ich die Haribo Pfirsiche heiß und innig. Diese sehen nicht nur genauso aus, auch der Geschmack ist der gleiche. Allein die Konsistenz ist weicher, aber das empfinde ich sogar als angenehm. Die werden auf jeden Fall wieder gekauft!

Den Tofritto kannte ich noch gar nicht. Also wirklich gar nicht, ich hatte nicht einmal davon gehört, obwohl Taifun meine allerliebste Tofurei ist. Ich habe ihn gleich zum Abendbrot getestet und bin hin und weg. So ein leckerer Tofu! Toll würzig und schmackhaft. Ein wenig bröckelig vielleicht, aber wer Tofu Rosso von Taifun gewöhnt ist, den schockt nix mehr, wa? ;) 

Teese mochten wir eigentlich beim letzten Test nicht so richtig, aber ich wollte nochmal ein wenig rumtesten,  bevor ich zu einem endgültigen Urteil komme, also haben wir ihn uns gegönnt. Sojade brauchte ich sowieso, also habe ich mal eben die letzten drei Becher ergattern können. Was auf dem Bild fehlt, ist der Provamel Rooibos-Orange, den habe ich irgendwie vergessen. Bin gespannt, wie der schmeckt! Sojade Fruchtyofus sind mir immer viiiiiel zu süß, also hoffe ich, dass der Provamel etwas weniger überzuckert daherkommt.

Den Mahalo-Riegel musste ich mir einfach mitnehmen. Wer nicht Bescheid weiß: GoMaxGo stellt vegane Varianten bekannter Schokoriegel her (Snickers, Mars, Bounty... siehe hier!). Die Riegel sind mit "sauberem" Palmöl und fair gehandeltem Kakao hergestellt, da lassen sich die 2,19 Euro, die man dafür hinblättern muss, hinnehmen. Man isst sowas ja auch nicht jeden Tag - Qualität vor Quantität!
Da ich heute Abend einen Termin zum MRT hatte (inkl. "Scheißegal-Spritze" aka Sedierung / Dormicum, weil ich so ein Schisser bin ;)), wollte ich mir eine kleine Belohnung für hinterher zu Hause bereit legen. Und bei den Göttern, was war das für eine Belohnung! Dass die Riegel fair, regenwaldfreundlich und vegan sind, trägt natürlich einen enormen Teil zum Wohlbefinden während des Genusses bei. Aber echt jetzt: Bounty kann einpacken! Sowas von lecker... ich zehre immer noch davon. :D




Alles in allem war es heute ein schöner Tag, wenn auch das Wetter temperaturtechnisch echt übertrieben hat für meinen Geschmack.

Also liebe Göttinger, ab in den "Zeitgeist"! Wir werden jetzt jedenfalls nicht mehr online bestellen. Die Sachen sind zwar manchmal ein paar Cent teurer, aber wenn man bedenkt, wieviel Versand man idR bei Onlineshops mit Kühlversand bezahlt, hat man die in definitiv wieder drin. Ich freue mich! <3

P.S.: Schreib- und Logikfehler bitte großzügig übersehen, ich bin von der Sedierung noch etwas durchgeschüsselt!