Dienstag, 9. Oktober 2012

Rezept: Paprika-Gulasch

Kinder, es gibt nichts besseres als einen kühlen Herbst mit wärmendem Essen im Bauch zu genießen. Es gibt so ein paar Gerichte, die dafür einfach perfekt geeignet sind, und eins davon ist definitiv Gulasch! Gulasch habe ich schon immer geliebt, zumindest, wenn es gut zubereitet war. Ich habe ein bisschen rumprobieren müssen, bis ich das für mich perfekte Rezept gefunden habe, aber mittlerweile bin ich richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Vielleicht schmeckt es euch ja auch so gut wie mir - ran an den Kochtopf! 

Für 4-6 Portionen benötigt ihr:
  • 150g Sojawürfel (z.B. diese hier (klick mich!) - gibt es in Göttingen auch direkt im "Zeitgeist" zu kaufen!)
  • 1 TL Rauchsalz oder Gemüsebrühepulver
  • 6 EL Rapsöl (nicht kaltgepresst, sondern das günstige!)
  • 4 EL Sojasauce, dunkel
  • 2 mittelgroße oder große Zwiebeln
  • 2 Knollen asiatischen Knoblauch oder 8 Knoblauchzehen
  • 60g Tomatenmark (2 geh. EL)
  • 1 EL Paprikapulver, edelsüß (oder Hälfte rosenscharf, Hälfte edelsüß, wenn keine Kinder mitessen)
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 600ml Gemüsebrühe (oder 450ml Brühe und 150ml dunkles Bier, wenn keine Kinder mitessen)
  • 3 rote Paprikaschoten
  • 1-2 EL Agavendicksaft
  • Salz und frisch gemahlenen Pfeffer

  1. Die Sojawürfel mit dem Rauchsalz / Brühepulver bestreuen und mit 500ml kochendem Wasser übergießen. Gefäß abdecken und 20 Minuten quellen lassen.
  2. Unterdessen schonmal die Zwiebeln in Viertelringe oder grobe Würfel schneiden und den Knoblauch hacken.
  3. Die fertig gequollenen Sojawürfel gründlich ausdrücken!
  4. 4 EL Rapsöl in einem großen Topf erhitzen und die Sojawürfel bei etwa 2/3 der Maximalstufe braten. Nach etwa 5 Minuten auf 1/2 Maximalstufe herunterschalten. Die Würfel sollten nicht zu schnell bräunen, sondern auch noch ein bisschen Flüssigkeit loswerden. 
  5. Wenn sie rundherum angebräunt sind, mit der Sojasauce ablöschen, kurz die Flüssigkeit verdunsten lassen, aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.
  6. 2 EL Rapsöl in den nun wieder leeren Topf geben und die Zwiebeln und den Knoblauch bei geringer bis mittlerer Hitze darin dünsten lassen, bis die Zwiebeln glasig sind und etwas Farbe angenommen haben.
  7. Die Sojawürfel wieder mit in den Topf geben, das Tomatenmark, das Paprikapulver und den Kümmel unterrühren und alles kurz anrösten lassen.
  8. Mit der Brühe bzw. dem Brühe-Bier-Gemisch ablöschen. Kurz aufkochen, dann die Hitze auf niedrigste Stufe runterschalten, den Deckel auf den Topf setzen und alles 50 Minuten köcheln lassen.
  9. Die Paprika waschen, putzen und in etwa 2x2cm große Würfel schneiden. Nach den 50 Minuten Kochzeit zum Gulasch geben und weitere 15 Minuten köcheln.
  10. Mit Agavendicksaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Mindestens 12 Stunden ruhen lassen! Natürlich könnt ihr es auch gleich essen, aber es schmeckt so viel besser, wenn es durchziehen konnte!

Dazu passen Kartoffeln, Nudeln oder einfach ein deftiges frisches Brot und ein knackiger Feldsalat. Guten Appetit! 










Kommentare:

  1. Wir haben neulich das Björn Moschinski Gulasch Rezept (frei interpretiert) gemacht/gegessen und es war super.
    Dein ezept wird als nächstes versucht.

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  2. Super! Das vom Herrn Moschinski kenne ich gar nicht, habe aber auch leider das Buch nicht.

    Sag Bescheid, wie euch mein Rezept geschmeckt hat! :)

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  3. Ich habe es gestern abend nachgekocht und vorhin zum Mittag gegessen. Das Rezept ist selbst für mich idiotensicher geschrieben worden und war wirklich sehr gut umsetzbar. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend! Ich selbst habe zwar noch nie Gulasch gegessen, aber es schmeckt so, wie ich es mir immer vorgstellt habe. :)Mein Freund (der Fleisch isst) ist ebenfalls von deinem Rezept überzeugt und fand es äußerst originalgetreu. Mjammjam! Das gibt´s bei uns im Winter sicher öfters!

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  4. Ich habe das Rezept direkt nachgekocht, als du den Post veröffentlicht hattest und die Reste zu einer Gulaschsuppe erweitert. Schmeckt einfach nur famos und viel viel besser als jedes andere vegane Gulasch-Rezept zuvor. Das oben erwähnte Gulasch von Björn Moschinski habe ich auch mal nachgekocht, aber ich finde es kommt um Längen nicht an das hier ran. Ich nehme deins auf jeden Fall ins Standard-Repertoire auf (und das hat davor noch kein Gulasch geschafft - die Suche hat endlich ein Ende)! Vielen Dank dafür! Empfehle es auch immer fleißig weiter, weil es so gut ist - vor allem an die omnivore Verwandtschaft, die gefallen an Fleischersatzprodukten gefunden hat!

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  5. Einfach perfekt. Sehr köstlich, schnell gemacht und das Ziehen lassen lohnt sich, auch wenn es direkt nach dem Kochen schon sehr sehr lecker ist, schmeckt es am nächsten Tag einfach nur himmlisch! Mehr solcher Klassiker, bitte!

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